Digital Umbau von MAXI-Lokomotiven - 2

Bastel Dekoder Umbau-Anleitung

Da die Sämmler-Wert der Modelle beintrachtigt wird wenn mann Eingriffe in die Orginalsubstanz macht, wird ein Umbau-Möglichkeit um das Modell wieder in den Orginalzustand zurück zu versetzen bevorzügt: ein reversibeler Digital-Umbau also.

Die Idee einer H0-Dekoder zu verwenden habe ich auf dieser Webseite von Nick Falconer (in English) gefunden. H0-Dekoder sind viel kleiner als Großbahn-Dekoder und können somit im Unterbau der Lok einen Platz finden.
Die MAXI-Loks sind ja sehr bescheiden in Ihre Stromansprüche: 0,3 A reicht meistens für einen mittlere Fahrtgeschwindigkeit, 0,6 reicht für volle Fahrt mit einiger Wagen am Haaken.
Heutige H0-Dekoder haben damit keine Schwierigkeiten, da die Motorausgang für maximal 1,1 A ausgelegen ist und 0,75 A Dauerbelastung erträgt.

Dieser hier gezeigte Umbau-Dekoder kann eingesetzt werden für alle MAXI T3's, Glaskasten und E69 Modelle.

Fü die kleine MAXI Dampfloks (wie Baden, Emma u.s.w.) ist leider ungenügend Spielraum im Lokunterbau vorhanden um ein selbst gebasteltes Umbau-Dekoder einfach ein zu stecken. Da der Stecker auch kein Lichtanschlüße hat, wurde das Resultat ohnehin nicht befriedigend sein.
Eine spezielle Umbau-Anleitung ist daher vorbereitet und hier zu finden: Baden-Umbau.

Für die E69 muß allerdings erst die Bedrahtung geändert werden, sonst werden die Leds an der Vorderseite der Lok zerstört.
Finden Sie bitte hier die Anleitung zum Neubedrahtung der E69.

 

Der Umbau besteht aus 7 Teilen:

  • 1. Dekoder-Adaterplatine auf eine Kupferstreifen-Platine montieren
  • 2. Verbinden der Dekoder-Ausgänge mit der richtigen Kupferstreifen
  • 3. Montieren des Dekoders
  • 4. Isolation des Dekoders
  • 5. Einbau in die MAXI-Lokomotive
  • 6. Programmierung des Dekoders
  • 7. Fehler-Abhilfe
Alle Teilen wirden hier nacheinander besprochen.

 

1. Dekoder-Adaterplatine auf eine Kupferstreifen-Platine montieren

Wenn ein 21-Pins-Dekoder verwendet wird, ist es nicht nötig der Dekoder selbst auf eine Kupferstreifen-Platine zu montieren, aber mann kann eine ESU Adapterplatine (51967) verwenden. Das Risiko, daß der Dekoder beschädigt wird, kann so ausgeschlossen worden.

Als Basis wird eine Lochrasterplatine mit RM = 2,54 verwendet (z.B. Reichelt H25SR160). Von der Platine werd ein Stück von 8 Streifen abgesägt (2 cm breit) und eingekürzt (3 cm lang): sehe Abbildung. Das paßt genau in einer MAXI-Steckerverbindung.

Die ESU-Platine wird einfach mit Leim ("Wisent-Kit" oder ähnliches) auf die nicht-Kupferhaltige Seite der Lochrasterplatine befestigt. Dabei müssen die Lötaugen der ESU-platine unbedingt frei bleiben!

Um jede zufällige Verbindung aus zu schließen, werden die Streifen des Kupfers auf 2 cm von der Stecker-Ende durchtrennt. Das Ergebnis ist dann wie unten abgebildet:

 

2. Verbinden der Dekoder-Ausgänge mit der richtigen Kupferstreifen

Ist das nur eine Sache von richtig Löten? Ja und Nein.
Das Löten selbst fordert auf der kleine Platine einige Löterfahrung, fester Hand und einer Lötstift von 0,8 mm. Eine Lötstation wird anbefohlen!
Welche Lötauge mit welcher Kupferstreife verbindet werden soll, wird hierunter angegeben, gilt aber nur für MAXI-Lokomotiven mit Glühlämpchen! (aber auch neubedrahtete E69, sehe bitte Menu):

Streife Nr Lötauge Funktion
1 7 Licht hinten
2 20 Gleis Links
3 18 Motor Links
4 15 Zurückleiter Funktion
5 15 Zurückleiter Funktion
6 17 Motor Rechts
7 21 Gleis Rechts
8 8 Licht vorne

Die Draht-Farben für die Verbindung von ESU-Platine nach der Lochrasterplatinen können beliebig gewählt werden. Wenn das Löten fertig ist, solte das Resultat mehr oder weniges aussehen wie hier:

Aufmerksame Leserchen sollten in die Abbildung oben entdecken das Streifen 4 und 5 zusammengenommen sind weil diese Streifen beide als Rückleiter für Funktionen dienen.

Wenn die Anschlüße für das Gleis Links und Rechts verwechselt werden, hat das genau soviel Resultat als die Lokomotive mit der Hand aufnehmen und umgekeht wieder aufs Gleis setzen: keiner Einfluß also. Sollten die Anschlüße für das Licht verwechselt sein: sehe dann bitte weiter unten bei 7. Fehler-Abhilfe.

 

3. Montieren des Dekoders

Montieren: Klick - fertig. Prinzipiel können alle 21-Pin-Dekoders verwendet werden, wenn beide Motorausgänge genügend ausgelegt sind. Diese Umbau-Anleitung geht aus von dem ESU 54614 (21 MTC) Dekoder.

 

4. Isolation des Dekoders

Niemals darf der Dekoder Kontakt mit der Lok-Gehäuse haben! Meistens genügt etwas Isolationstape um Dekoder und Platine vom Gehäuse-Unterbau der Lokomotive zu isolieren (sehe Abbildung unten).

 

5. Einbau in die MAXI-Lokomotive

Vorerst muß der Unterbau geöffnet werden. Nur die vordere Schraube sollte losgedreht werden.
Da die Steckerverbindung flexibel im Gehäuse sitzt, kann man die Verbindung ohne Einschränkung nutzen. Relativ zum Erdoberflach wird unserer selbst gebastelte Umbau-Platine so montiert daß der Dekoder sich oben und der Kuferstreifen-Seite sich UNTEN befindet. Allerdings muß man die Achsen der Lokomotive in Betracht nehmen: diese sollten nicht das Isolationsmaterial abreißen beim Fahren.

Beim Zusammenbau sollte man darauf achten daß die Blattfeder der Stromabnehemer (in der Abbildung oben blau umkreist) nicht zwischen den Radspeichen geraten, sonst könnte man die Lokomotive beschädigen.

 

6. Programmierung des Dekoders

Es stellt sich heraus daß der K-Anteil der Regelung (CV 52 und 54) für einen MAXI-Motor kaum nötig ist. Daher kann man diese Werte absetzen bis 1 und 2. Da das Gehäuse der Lokomotive selbst für eine große Schwungmasse sorgt, kann auch der I-Anteil der Regelung (CV 55) herunter.

Die hier vorgeschlägene Einstellungen können gelten für als Richtlinie für den verwendeten Dekoder ESU 54614 (21 MTC) und passen hervorragend zu der MAXI-"Rössle" (5450).
NB: Es sind nur die Veränderungen gegenüber der Werkseinstellung des Dekoders angegeben.

CV 1 Lokadresse nach Wahl
CV 3 Beschleunigungszeit z.B. 90
CV 4 Bremszeit z.B. 60
CV 29 Konfiguration 6
CV 49 Erweiterung 19
CV 52 "K"-Anteil Langsamfahrt 1
CV 54 "K"-Anteil 2
CV 55 "I"-Anteil 8
CV 66 Vorwärts Trimm 64
CV 95 Rückwärts Trimm 64

 

7. Fehler-Abhilfe

1. Licht hinten brennt wenn die Lok nach vorne fahrt. Ursache: verkehrt gelötet.
Mit Funktionstastenzuordnung (neudeutsch: Funktion Mapping) kann diese "Fehler" verholfen werden.

CV 32 Indexregister 2
CV 330 Licht vorwärts 2
CV 346 Licht rückwarts 1

 

2. Licht brennt zu hell: dimmen erwünscht. Dies ist eine der Effekte an den Funktionsausgänge.

CV 32 Indexregister 0
CV 259 Mode select Licht vorne 1
CV 262 Helligkeit 12
CV 267 Mode select Licht hinten 1
CV 270 Helligkeit 12

 

Disclaimer

Ich liefere keine Unterteile von MAXI-Lokomotiven. Ich übernehme keinerlei Haftung für Abweichungen an individuelle Modelle, Fehlangaben, sonstige Fehler oder Fehler die auftreten bei Umbau einer Lokomotive. Die Angaben auf dieser Seite sind trotzdem mit großer Sorgfaltigkeit gemacht.

 

Letzte Aufarbeitung: 14 September 2017
Erstmals on-line: 12 Oktober 2014