Haberberger Kirche


Die Haberberger Kirche

In 1747 brannte die alte, von 1653 stammenden Kirche ab. Schon in 1748 wurde wieder Gottesdienste gehalten, im Jahre 1753 war der Neubau vollendet (BOETTICHER 1897, S. 383).


Inneres der Haberberger Kirche

Die Orgel der Haberberger Kirche wurde erbaut von Adam Gottlob Casparini in 1752/54. Der Neubau einer Orgel mit III/P 50 Stimmen (FALKENBERG 1990, S. 309) im alten Gehäuse erfolgte 1902 von Wilhelm Sauer, Frankfurt/O. Nach RENKEWITZ & JANCA 1984 (S. 167) war die Fassade Casparinis bis 1944 erhalten.

Der Prospekt zeigt ein mehr differentierter Form des Königsberger Prospekt Typus. Auffallend ist die Breitewirkung des Prospekts, wo vertikale Linien nahezu abwesend sind.


Königsberg, Haberberger Kirche

Sowohl JANCA & FISCHER 2008 als auch RENKEWITZ, JANCA & FISCHER 2008 geben die Disposition noch als unbekannt an. Herrn Krzysztof Urbaniak hat die Disposition aufgefunden und stellte mir freundlicherweise der Link zur Verfügung.


Die Disposition wird hier zitiert nach LANGHANS (1852: 134-135).

haupt-Manual Ober-Manual Pedal
Bordun 16 Quintatön 16 Majorbaß 32
Trombon 16 Dulcian 16 Principalbaß 16
Principal 8 Principal amab. 8 Subbaß 16
Salicional 8 Unda maris 8 Posaunenbaß 16
hohlflöte 8 Quintatön 8 Principalbaß 8
Trompete 8 Flauto major 8 Violon 8
Octave 4 Octave 4 Flötbaß 8
Spielflöte 4 Flauto minor 4 Trompetbaß 8
Superoctave 2 Superoctave 2 Octav 4
Nachthorn 2 Nasat 3 Blockflöte 4
Sesquialter II Quinte 1 1/2 Schalmey 4
Flageolet 1 Tertia 1 3/5 Gemshorn 2
Quinte 3 Mixtur IV Waldflöte 2
Mixtur V Glockenspiel Füllbaß 10 2/3
Tremulant Sperrventil Sperrventil
Sperrventil Sine me nihil


Die Kirche war nicht ausgebombt, sondern ist durch Einwirkungen der Kriegsereignisse um Königsberg zerstört worden. Die Reste sind nach 1945 abgebrochen.


Königsberg, Orgel der Haberberger Kirche